Archiv für März 2009

Das ungeliebte Kind

Würzburg hat eine Sieboldstraße, ein Siebold-Gymnasium – und auch ein nach dem Würzburger Mediziner und Naturforscher Philipp Franz von Siebold (1796–1866) benanntes Museum, welches wiederum beheimatet ist im herrschaftlichen Siebold-Palais auf dem Gelände der ehemaligen Bürgerbräu in der Frankfurter Straße. „Zugegeben: Dieses Museum liegt etwas abseits“, leitet Renate Freyeisen in der nummer 42, der Zeitschrift für Kultur in Würzburg, ihren Beitrag über das Siebold-Museum ein. Überhaupt scheint das Siebold-Museum ins Abseits geraten zu sein. „Eine vernachläsigte Institution?“, titelt die Zeitschrift fragend.

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Architektonisches Glanzlicht

Ein „architektonisches Glanzlicht“ will das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung mit dem Bau eines neuen Technikums in Würzburg setzen. Institutsleiter Professor Dr. Gerhard Sextl sagte der Main-Post, der Neubau solle „im Hinblick auf zukunftsweisende Gebäudetechnik“ dem Fraunhofer-Anspruch gerecht werden.

In jedem Fall ist ein spektakuläres Gebäude zu erwarten, denn der siegreiche Entwurf stammt vom Londoner Architekturbüro Zaha Hadid. Die international renommierte Architektin steht für einen eigenwilligen Baustil, der gerade in Würzburg für Aufsehen sorgen wird. Der Baubeginn des direkt neben dem Backsteinbau an der Luitpoldstraße enstehenden Gebäudes ist für das Frühjahr 2010 geplant.

Einfach nur bescheuert

„Ich find’s nicht provokant, ich find’s nicht originell, ich find’s auch nicht ironisch. Ich find’s einfach nur bescheuert.“

Das sagt Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig zu jenem vieldiskutierten Slogan „Würzburg – Provinz auf Weltniveau“, mit dem die Würzburg AG gern für diese Stadt werben möchte. Dass der in Würzburg gebürtige Kabarettist diese Aussage „ein bisschen peinlich“ findet, dabei zudem „die geringste Spur von Selbstironie“ vermisst und sich gehäkelte Laptoptaschen wahrlich nicht als Würzburg-Souvenir vorstellen möchte, hat er in einem Interview mit der Main-Post gesagt.