Eine geradezu spektakuläre Wendung zeichnet sich für das ehemalige Ämterhochhaus in der Augustinerstraße ab. Durch die anhaltenden Diskussionen über den geplanten Neubau scheinbar zermürbt, trat der Investor des Wohn- und Bürohauses nun den Rückzug an. Dass im selben Moment eine Gruppe Würzburger Unternehmer ihr Interesse anmeldet, das denkmalgeschützte Hochhaus zu erwerben, es komplett sanieren und damit den bereits vom Stadtrat beschlossenen Abriss verhindern zu wollen, darf als großer Glücksfall gewertet werden.
Ein Gewinn für die Stadt dürfte auch das Nutzungskonzept darstellen, das die Unternehmergruppe im Stadtrat vorstellte und das zudem vom Verschönerungsverein Würzburg ausdrücklich unterstützt wird. Neben einem Restaurant und Café im oberen Stockwerk, wie es schon für den Neubau geplant war, soll vor allem die Kultur ins Hochhaus einziehen. Zwei Stockwerke mit Bibliothek, großem und kleinen Lesesaal und Büroräumen sind für das neue Würzburger Literaturhaus vorgesehen. Darunter soll auf drei Etagen ein Kulturkaufhaus entstehen, wie es beispielsweise aus Berlin bekannt ist. Das wäre eine enorme Aufwertung – nicht nur für die Augustinerstraße, sondern für ganz Würzburg.
Übrigens: Schon einmal aufs Datum geschaut!