Mehr als einhundert Zeitzeugen haben die Autoren des jetzt erschienenen Buches „… froh, dass der Scheisskrieg vorbei war!“ befragt. Dabei herausgekommen sind hochinteressante Auschlüsse über die Nachkriegszeit in Würzburg. Der von Christoph Daxelmüller vom Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Universität Würzburg herausgegebene Band beschreibt anhand zahlreicher Augenzeugenberichte und analysierender Texte, „wie sich die Würzburger mit Improvisationstalent, Ausdauer und auch Glück dem täglichen Überleben in der weitestgehend zerstörten Stadt stellten“ (Main-Post). Auch das Verhältnis der Würzburger zu den amerikanischen Besatzungssoldaten wird ausführlich beschrieben, ebenso die äußerst mangelhafte Lebensmittelversorgung. Der Historiker Roland Flade urteilt: „Das Buch schließt manche Lücke in unserer Kenntnis der unmittelbaren Nachkriegszeit und ist auch für jene lesenswert, die glauben, sich in dieser turbulenten Periode der Stadtgeschichte gut auszukennen.“
„… froh, dass der Scheißkrieg vorbei war!“ Alltag in Würzburg nach 1945, 250 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, ist im Würzburger Verlag Königshausen & Neumann erschienen und für 16,80 Euro im Buchhandel erhältlich.