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Und schon wieder verblüht

Das zarte Pflänzchen, im Jahr 2016 die Landesgartenschau in Würzburg auszurichten, blühte nur kurz. Nach der ersten Präsentation im März, bei der drei Mitbewerber ausgeschieden und damit nur noch Würzburg und Bayreuth im Rennen geblieben waren, keimte noch Hoffnung. Dann besuchte die Kommission der Landesgartenschau am 2. April das Gelände der ehemaligen Leighton Barracks „auf Augenhöhe mit der Festung“, so das Würzburger Gartenschau-Motto, – und gab Bayreuth schließlich den Vorzug. Da waren die Würzburger Blütenträume auch schon ausgeträumt.

Main-Post-Redakteur Andreas Jungbauer zählte am Tag der Entscheidung zwar zehn gute Gründe „Was für Würzburg spricht“ auf – „ökologische Stadtentwicklung mit nachhaltigem  Nutzen für die Bürger“, „Erschließung des Quartiers mit einer (klimafreundlichen) Straßenbahn“ und so weiter –, doch die Kommission wollte diesen wohl nicht folgen. Zu einem ähnlichen Schluss kam auf der gleichen Zeitungsseite übrigens auch Tilman, der an das Motto der Bayreuther Bewerbung „Zu Gast bei Wilhelmine von Bayreuth“ erinnerte: „Da kann Würzburg leider nicht  mithalten. Denn dieses Motto klingt doch wie eine nette Einladung zu Kaffee und Kuchen.“

Hoffen auf eine blühende Zukunft

In Zukunft wird Würzburg vielleicht etwas Schönes blühen. Denn die Stadt bewirbt sich mit dem Areal der Leighton Barracks um die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2016. Auf dem sogenannten Konversionsgelände soll – so das Motto – „auf Augenhöhe mit der Festung“ ein „ökologischer Dreiklang von Wohnen, Wissenschaft und Freizeit“ entstehen.

Die erste Hürde ist schon einmal genommen: Bei der Präsentation des Konzepts in München ließ Würzburg die Mitbewerber aus Fürstenfeldbruck, Neuburg an der Donau und dem Landkreis Miltenberg hinter sich. Noch mit im Rennen ist Bayreuth. Am 2. April wird die Vergabekommission entscheiden, ob Würzburg zum zweiten Mal nach 1990 Schauplatz einer Landesgartenschau sein wird.