„Das Stadtbild wird von den alten Türmen des Doms, des Neumünsters und dem Grafeneckart und der Residenz dominiert. Die Dachlandschaft ordnet sich diesen markanten Punkten unter. Darauf beruht der Zauber dieser Stadt. Der neue Turm passt da nicht hinein.“
Im Interview mit wob-aktuell übt Professor Stefan Kummer, Vorsitzender des Würzburger Verschönerungsvereins, Kritik am geplanten Hochhaus-Neubau in der Augustinerstraße, hauptsächlich an dessen Höhe, denn „die Fassade ist Geschmackssache“.
Der Kunsthistoriker will nicht als Verhinderer auftreten. „Würzburg soll sich durchaus weiterentwickeln, das hat es seit dem Wiederaufbau auch erfolgreich getan. Nur hat man damals noch versucht, eine Brücke vom Altem zum Neuen zu schlagen, um die Einheit des Stadtbildes zu wahren. Diesen Brückenschlag vermisse ich heute oft. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass immer wieder versucht wird, mit neuen Gebäuden einen möglichst großen Kontrast zu erzielen. Man denke nur an die gestreifte Spankiste am Unteren Markt.“