Bei der Podiumsdiskussion „Was wird aus dem Nachkriegs-Würzburg?“ war auch das geplante Einkaufszentrum auf dem Mozart-Areal (Hintergründe sind hier nachzulesen) zur Sprache gekommen. Von Stadtbaurat Christian Baumgart war dort noch zu vernehmen, dass die UNESCO und die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung „erhebliche Bedenken“ gegen ein Einkaufszentrum gegenüber der Residenz haben. In einem Gespräch mit der Main-Post sagte der Stadtbaurat einige Tage später allerdings, dass es „das Ziel bleiben (werde), dort zusätzliche Einzelhandelsflächen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt zu entwickeln. Ob das dann noch Einkaufszentrum heißt, wird man sehen“. Und schon zwei Tage später meldet die Zeitung: „Für den Erhalt der Mozartschule machte sich in der Sitzung des Stadtrats keiner stark.“
Mit einem diskussionswürdigen Vorschlag warten nun die Wirtschaftsjunioren Würzburg auf. Der Zusammenschluss junger Unternehmer hat einen alternativen Standort für ein Einkuafszentrum in den Blick genommen: das Gelände des jetzigen (sanierungsbedürftigen) Mainfranken Theaters. Im Gegenzug bietet das Mozart-Areal und der Kardinal-Faulhaber-Platz ausreichend Platz für einen Theater-Neubau einschließlich Gastronomie. Die architektonischen Besonderheiten des Eingangsgebäudes der ehemaligen Mozartschule könnten so erhalten bleiben. Das Theater, so die Idee der Wirtschftsjunioren, könnte in einem modernen Anbau unterkommen. Gleichzeitig wären zusätzliche Nutzungen für Kultur und Bildung möglich.